Venedig Guide: Tipps für 2 perfekte Tage

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Venedig Guide: Tipps für 2 perfekte Tage

Venedig, eine der schönsten und außergewöhnlichsten Städte der Welt. Das gesamte Leben spielt sich am Wasser, an den berühmten Kanälen, ab. Die besondere Architektur, geprägt von den vielen kleinen Brücken und Kanälen, auf denen die typisch venezianischen Boote fahren, machen das Stadtbild so einzigartig. In diesem Beitrag gebe ich dir meine Venedig Tipps für 2 Tage Aufenthalt sowie eine Empfehlung für ein charmantes, authentisches AirBnb abseits des Trubels. Dabei wirst du alle top Sehenswürdigkeiten, aber vor allem auch den ein oder anderen Geheimtipp und die Gegenden abseits der Massen entdecken.

Meine Empfehlung ist daher mindestens zwei volle Tage einzuplanen. In dieser Zeit ist die die Route gut machbar. Während sich die Hauptsehenswürdigkeiten alle an einem Tag ansehen lassen, ist für Tag zwei ein Ausflug zur bunten Insel Burano sowie in das authentische Venedig abseits der Hot Spots geplant. Wer sich etwas mehr Zeit lassen oder eine Führung buchen möchte, kann den Aufenthalt mit 3 Tagen planen.

Die Unterkunft - Bed & Breakfast Le Terese

Diese Unterkunft ist wie ich finde etwas ganz besonderes und ein echter Geheimtipp. Das Doppelzimmer mit Blick auf einen der ältesten Kanäle Venedigs liegt im Viertel Dorsoduro in der Nähe der Universität und damit ruhig und abseits des Trubels. Gleichzeitig lassen sich alle berühmten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Es ist sauber, sehr charmant eingerichtet und bietet ein authentisches Erlebnis in der Lagunenstadt. Im Viertel sind vordergründig Locals anzutreffen und aufgrund der Universität viele junge Leute und Student*innen. Ganz in der Nähe liegt außerdem der Campo Santa Margarita mit einer tollen Auswahl an Bars, kleinen Cafés und erschwinglichen Restaurants. Für gerade mal 3,- EUR kann man ich hier einen leckeren Aperol trinken. Die Gastgeberin des Le Terese hat außerdem super Restaurant- und andere Geheimtipps für deinen Aufenthalt in Venedig.

Du reist mit mehreren Personen? Kein Problem! Im Le Terese kann man jetzt sogar eine richtig schöne moderne Wohnung für 4 Gäste anmieten. Schau dir die Bewertungen bei AirBnB an und überzeuge dich selbst, dass das Le Terese ein echtes Schmuckstück für deinen Aufenthalt in Venedig ist!

Anreise: In Dorsoduro gelegen ist das Le Terese sowohl für die Anreise mit dem Flugzeug in Kombination mit dem Shuttle Bus als auch einer Anreise mit dem Zug oder Bus bestens geeignet. Es liegt nur wenige Gehminuten von der Busstation, dem Zugbahnhof und diversen Pkw Parkmöglichkeiten entfernt.

Tag 1 - San Marco & San Polo

Ponte dell’Accademia, Markusplatz, Markusdom & Markusturm

Nach dem Frühstück im Le Terese geht es auf zu den absoluten Klassikern und Must Sees in den Vierteln San Marco und San Polo. Ich empfehle dir sehr früh zu starten, um noch vor den größeren Besucherströmen am Markusplatz zu sein. Auf dem Weg von Dorsoduro nach San Marco gehst du zunächst die Zattere-Promenade am Wasser entlang und überquerst  die Ponte dell´Accademia. Hier bietet sich dir bereits das erste Highlight: ein wunderschöner Blick auf den Canal Grande. In der Ferne kannst du schon die schöne Santa Maria della Salute mit ihrem blaugrauen Kuppeldach erkennen. Am Markusplatz angekommen wirst du sofort den imposanten Markusdom sowie den Markusturm entdecken. Einen Besuch des Markusturms solltest du unbedingt mit einplanen, denn der Ausblick über die Stadt und auf die Dächer des Doms ist beeindruckend.

Dogenpalast, Ponte della Paglia & Seufzerbrücke

Eines der schönsten Gebäude in Venedig, direkt neben dem Markusdom und zum Großteil direkt am Wasser gelegen, ist der Dogenpalast. Die Architektur des Palasts mit seinen vielen Säulen, Spitzbögen und aufwendigen Verzierungen vor der Kulisse des Kanals mit seinen venezianischen Gondolas, die im Wasser schaukeln, ist einfach wunderschön anzusehen. Am Palast vorbei ist unmittelbar die Ponte della Paglia, von der aus du die berühmte Seufzerbrücke sehen kannst. Die Seufzerbrücke ist die Verbindungsbrücke zwischen dem Dogenpalast und dem Gefängnis. Sie erhielt ihren Namen aufgrund der Vorstellung, dass die Gefangenen auf dem Weg zum Gefängnis von dieser Brücke zum letzten Mal mit einem Seufzen ein Blick auf die Lagune und die Freiheit werfen konnten.  

Tipp: Es lohnt sich oft, die Tickets für die Hauptsehenswürdigkeiten im Voraus zu buchen, um so das Anstehen in langen Warteschlangen zu vermeiden. 

Geheimtipp: Mein schönster Fotospot in Venedig!

Einer meiner liebsten Ausblicke und Fotospots ist hier ganz in der Nähe! Um diesen zu besuchen, biege vom Markusplatz  in die Straße Salizada S. Moise ein. Laufe vorbei an den Designergeschäften über den Campo San Moise, sodass du bald links in die Fondamenta del Traghetto gelangst. Der Pier am Ende dieser Gasse bietet dir den schönsten Blick auf die Santa Maria della Salute. Der Steg und die vielen venezianischen Boote mit der beindruckenden Kathedrale auf der anderen Seite des Wassers sind ein wunderschönes Fotomotiv. Die Tatsache, dass sich nur wenige Meter vom absoluten Touristen Hotspot ganz still in einer kleinen Seitengasse dieser besondere Ort versteckt, macht den Besuch umso magischer. Hier hörst du fast nur die Bötchen durch den Wellengang aufs Wasser platschen. 

Scala Contarini del Bolvolo & Rialtobrücke

Weiter geht es Richtung Norden durch die Gassen von San Marco zum nächsten Highlight und zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: die Rialtobrücke. Auf halber Strecke dorthin liegt versteckt in einer kleinen Gasse der Palazzo Contarini del Bovolo. Ein Palast, der vor allem wegen seiner besonderen Architektur und seiner Scala (Wendeltreppe) bekannt ist. Für ca. 7,- EUR kann man die schöne Wendeltreppe hinauf die Kuppel besichtigen und wird mit einem Blick über die Stadt belohnt. Von hier aus erreichst du in 5 Minuten das Herzstück von Venedig. Die Rialtobrücke verbindet die Viertel San Marco und San Polo und war einmal der wichtigste Handelsplatz der Stadt. Von der Brücke bietet sich dir ein unvergleichlicher Blick über den Canal Grande. Umgekehrt ist der Ausblick vom Ufer auf die Brücke ebenfalls ein absolutes Highlight. Hier ist immer sehr viel los! Schnapp dir am besten einen frischen Kaffee oder ein leckeres Eis und setz dich direkt an den Kanal und beobachte das bunte Treiben auf und am Wasser.

Cicchetti: venezianische Snacks zur Stärkung

Hungrig nach so vielen Eindrücken? In dieser gut besuchten Gegend gibt es natürlich zahlreiche Restaurants. Leckere Snacks und Gebäck gibt es zum Beispiel ganz in der Nähe der Brücke bei Farini. Tipp! Wer lieber etwas traditionell italienisches probieren möchte, sollte unbedingt einen Abstecher ins Cantina do Mori machen. Hier gibt es die typisch venezianischen Cicchetti. Das sind kleine Snacks und Beilagen wie z.B. belegtes Baguette, Käse, Oliven, gegrilltes Gemüse und mehr. Die kleinen Köstlichkeiten kann man sowohl draußen als auch drinnen mit einem leckeren Glas Wein in authentischer Atmosphäre genießen.

Campo San Polo & venezianische Masken

Wandere über den Campo San Polo, entdecke die kleinen Boutiquen im Viertel und lass dich einfach durch die schönen Gassen von San Polo treiben. Bevor du den Heimweg antrittst oder dich Richtung Dinner aufmachst, unternimm unbedingt noch einen Abstecher ins Tragicomica in San Polo. In diesem Geschäft findest du traditionelle Kostüme und vor allem die einzigartigen venezianischen Masken. Die Auswahl hier ist beeindruckend!

Tag 2 - Burano, Cannaregio & Dorsoduro

Insel Burano - Anreise und Tipps

An Tag zwei geht es ab aufs Boot, um die schöne und bunte Insel Burano für einen Halbtagesausflug zu besuchen. Im Norden der Stadt fährt die Linie 12 von der Vaporetti Station Fondamente Nova über Murano in ca. 40 Minuten nach Burano. Eine Einzelfahrt kostet ca. 7,50 EUR. Wenn du im Le Terese eingebucht bist, kannst du in gut 30 Minuten zu Fuß zum Fondamente Nova laufen. Alternativ fahren direkt um die Ecke an der Zattere-Promenade Vaporetti in Richtung Fondamente Nova. Diese halten auch an verschiedenen Sehenswürdigkeiten, wie an der Rialtobrücke. Am Fondamente Nova steigst du entsprechend in die Linie 12 um. Sichere dir für die Fahrt nach Möglichkeit ein Plätzchen draußen und genieße den Ausblick auf die Stadt vom Boot aus!

Burano selbst ist nicht groß – dafür aber umso charmanter! Berühmt ist die Insel für die vielen bunten Häuserfassaden, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch ein beliebtes Fotomotiv bieten. Der Besuch der Insel steht daher bei einem Aufenthalt in Venedig für viele ganz oben auf der Liste. Es lohnt sich also auch hier früh aufzustehen und am besten mit der ersten Fähre nach Burano zu fahren.

Stadtviertel Cannaregio & Dorsoduro

Zurück mit der Fähre nach Fondamente Nova, lässt sich von hier aus perfekt das Viertel „Cannaregio“ erkunden. Die Strada Nova ist eine bekannte und belebte Einkaufsstraße mit vielen Geschäften und Restaurants und daher der Hauptanziehungspunkt. Aber gerade abseits dieser Straße, weiter nördlich bieten sich dir weniger überlaufene Plätze und schöne Gassen. In Cannaregio wohnen sehr viele Venezianer, weshalb man hier einen authentischen Eindruck der Stadt im Alltag der Einheimischen erhält. Hier bekommt man schnell das Gefühl, das „echte Venedig“ zu entdecken.

Richtung San Polo, San Marco und Dorsoduro gelangt man auf dem Rückweg am besten über die Scalzi-Brücke. Ein abschließendes Dinner, zum Beispiel am Campo Santa Margarita, oder aber eine romantische Gondelfahrt runden die zwei Tage in Venedig perfekt ab.

Du möchtest noch mehr Highlights in der Region entdecken? Die richtige Mischung aus Berge, Seen und City Vibes findest du im folgenden Blogpost: Eine Woche Norditalien mit dem Camper.

Lecker und günstig Essen in Venedig​

Empfehlenswert ist der Campo Santa Margherita im Viertel Dorsoduro. Hier gibt es viele Bars, kleine Cafés, Bistros und erschwingliche Restaurants, die gerne auch von den Venezianern besucht werden. Ein guter Ort, um abseits der Touristenspots ein Dinner unter Einheimischen zu genießen und mit einem spritzigen Aperol für gerade mal 3,- EUR anzustoßen. Ein leckeres Eis auf die Hand gibt es bei Gelateria il Doge. Wenn du im Le Terese nächtigst, schau dir unbedingt die Tipps der Gastgeberin an.

Ansonsten ist es natürlich immer eine super Idee, sich mit einer leckeren Pizza to go direkt an einen der Kanäle zu setzen und dabei das bunte Treiben zu beobachten. 

Wann am besten nach Venedig reisen?

Venedig ist eine der romantischsten und außergewöhnlichsten Städte der Welt und ein absoluter Touristenmagnet. Dementsprechend ist ein Aufenthalt im Frühjahr oder Herbst – auch wegen der Temperaturen – der sinnvollste Zeitraum. Da Venedig ein beliebtes Wochenendziel ist, ist es außerdem empfehlenswert Wochenenden, Feiertage und Ferien zu meiden. Andernfalls sieht man leider die schöne Stadt vor lauter Menschen nicht. Die eigentlich so besondere Atmosphäre der Stadt lässt sich so wohl nicht erleben. Das richtige Timing ist daher alles! Wir sind im Frühling an einem Montagabend angereist und Donnerstagnachmittag wieder abgereist. Ab Donnerstagmittag war die Stadt bereits merkbar voller als in den vorherigen Tagen.

Für die berühmten Sehenswürdigkeiten lohnt es sich außerdem früh aufzustehen. Im besten Falle sehr früh, denn die Gassen und Kanäle von Venedig füllen sich schnell. Wir sind an einem Tag zu Sonnenaufgang aufgestanden, um den Markusplatz so leer wie möglich zu erleben. Es hat sich gelohnt! In den frühen Morgenstunden bieten sich dir die authentischen Szenen der Venezianer in dieser wunderschönen Stadt und eine ganz besondere Atmosphäre. Auch das Licht am frühen morgen ist natürlich ein ganz anderes: weich und in dieser Kulisse einfach magisch!

Lage, Tipps zur Anreise und Fortbewegung in Venedig

Das historische Zentrum von Venedig liegt auf mehreren Inseln in der Lagune von Venedig. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten in den Stadtkern zu gelangen: über die Brücke Ponte della Liberta oder über den Wasserweg.

Fortbewegung in Venedig

Die Fortbewegung im historischen Zentrum beschränkt sich auf Fuß- und Wasserwege, da es im Stadtkern keine Busse, Bahnen oder Autos gibt. Außerdem gibt es die beliebten Vaporetti: die als öffentliches Verkehrsmittel genutzten Wasserbusse bringen dich zu vielen Sehenswürdigkeiten. Dabei ist die Fahrt selbst bei der Kulisse schon ein Erlebnis!

Anreisemöglichkeiten für Venedig

Eine Anreise mit dem Flugzeug kann entweder über den Flughafen Marco Polo (VCE) oder Venedig Treviso (TSF) erfolgen. Vom näher gelegenen Flughafen Marco Polo gelangst du mit dem anschließendem Expresshuttle (z.B. buchbar bei GetYourGuide.com) in nur ca. 20 Minuten für 8,- EUR in die Stadt.

Bei einer Anreise mit dem Auto gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten das Auto abzustellen. Entweder man fährt über die Brücke Ponte della Liberta und parkt in Tronchetto oder am Piazzale Roma, was jedoch nicht gerade günstig ist. In Tronchetto gibt es auch Möglichkeiten, Wohnmobile und Camper abzustellen. Eine günstigere Alternative ist auf dem Festland in Mestre zu parken und anschließend mit dem Zug, der Bahn oder dem Bus über die Brücke in die Stadt zu reisen.

Die Anreise mit dem Zug erfolgt ebenfalls über die Brücke mit Ankunft am Bahnhof Venezia Santa Lucia sowie die Anreise mit dem Bus mit Endpunkt Piazzale Roma. Alternativ gibt es Wassertaxis und Fähren, die auch andere Haltestellen ansteuern. Je nach Lage der Unterkunft kann auch das eine sinnvolle Anreisemöglichkeit sein.

Tipp: Kleines Gepäck ist in Venedig eine große Erleichterung. Aufgrund des einzigartigen Stadtbildes geprägt durch Kanäle und Brücken wirst du in Venedig eben auch viele Treppen vorfinden. Wer also kein Wassertaxi zur Unterkunft nehmen möchte und den Weg zu Fuß geht, ist mit einem leichteren Handgepäckskoffer oder Rucksack gut beraten.

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